Du lernst fürs Abitur oder die Matura mit deinen eigenen Mitschriften. Oder du studierst, und vor der Klausurenphase liegen die Vorlesungsfolien eines ganzen Semesters vor dir. Studyflash und Knowunity, die Lern-App unter knowunity.de, in der Schüler ihre Mitschriften teilen, machen beide aus hochgeladenen Dateien Karteikarten. Hier vergleichen wir die beiden anhand unserer Erfahrungen mit Knowunity: Mit welcher App lernst du aus deinem eigenen Material besser?
Unser Urteil: Wenn du mit eigenen Mitschriften, Vorlesungsfolien oder alten Klausuren lernst, ist Studyflash die bessere Wahl als Knowunity, denn es macht aus genau diesem Material alles, womit du bis zur Prüfung lernst. Aus denselben vier Vorlesungen mit insgesamt 130 Folien, die wir im September 2026 in beide Apps hochgeladen haben, erstellte Studyflash 258 Karteikarten, Knowunity 15. Probeklausuren baut dir Studyflash außerdem nach dem Muster deiner eigenen alten Klausuren.
Studyflash und Knowunity im direkten Vergleich
| Studyflash | Knowunity | |
|---|---|---|
| Karteikarten aus deinen Dateien | 258 Karten aus denselben Folien, in der Menge und den Typen, die du wählst | 15 Karten, Menge und Typ nicht wählbar |
| Probeklausur | Gebaut auf deinen eigenen alten Klausuren (Premium) | Auf einem Format, das Knowunity selbst festlegt |
| Eine Prüfung, ein Ort | Ein Kurs, in dem Lernplan, Material und Probeklausur zusammen liegen | Lernplan, Probeklausuren und Material auf getrennten Seiten |
| Gratis-Plan | Karten, Quizze und Spaced Repetition plus unbegrenzter Tutor-Chat, werbefrei | Grundfunktionen gratis, im Chat mit Werbung |
| Preis | Gratis-Plan ohne Zeitlimit; den Preis für Premium zeigt dir die App. Was jeder Plan enthält | Pro 83,99 € im Jahr im Web |
| Plattformen und offline | Web, iPhone, iPad und Android, auf dem Handy auch offline | Web und Apps, Offline-Downloads mit Pro |
| Am besten für | Alle mit eigenen Mitschriften oder Folien, die daraus einen vollen Kartenstapel wollen | Schüler ohne eigene Notizen, die andere Mitschriften lesen wollen |
Preise und Funktionen geprüft am 16. September 2026. Preise unterscheiden sich je nach Land und Store.
Studyflash macht einen vollen Stapel Karteikarten nach deinen Vorgaben, Knowunity einen kurzen festen Satz
Studyflash ist darauf ausgelegt, deinen ganzen Stoff auf Karten zu bringen, und du legst selbst fest, wie viele es werden, wie detailliert sie sind und welche der sechs Kartentypen du willst. Du lädst deine Folien als PDF hoch oder fotografierst deine handschriftlichen Notizen, und die Karten entstehen auf Deutsch oder in einer von 26 weiteren Sprachen.
Aus einem hochgeladenen Schaubild, etwa dem Aufbau einer Zelle, wird eine Karte mit verdeckten Teilen, die du benennen musst. Aus denselben vier Vorlesungspräsentationen erstellte die KI von Knowunity 15 Karten. Menge und Kartentyp konnten wir dort nicht wählen, verdeckte Bildteile gab es keine.
Studyflash machte daraus 258 Karteikarten. Passt dir etwas nicht, generierst du neu und schreibst dazu, was anders werden soll. Deine selbst geschriebenen Karten bleiben dabei erhalten. Spaced Repetition plant dann jede Karte der Vorlesung danach ein, wie gut du sie schon kannst.
Mit Studyflash schreibst du Probeklausuren nach dem Muster deiner alten Klausuren
Lädst du alte Klausuren hoch, übernimmt Studyflash ihren Aufbau und ihren Fragestil für deine Probeklausur; Knowunity bietet zwar auch Probeklausuren mit Zeitlimit und Note, legt ihr Format aber selbst fest, etwa das einer Abiturprüfung. Deine eigenen alten Klausuren als Vorlage zu nutzen, war dort in unserem Test nicht möglich.
Die Fragen stellt Studyflash aus jedem Kartenstapel und jeder Quelle deines Kurses zusammen, in acht Typen, darunter Aufsätze und Rechenaufgaben. Benotet wird auf der Notenskala deines Landes, am Gymnasium genauso wie an der Uni. Ohne alte Klausur wählst du selbst die Anzahl der Fragen, das Zeitlimit und die Fragetypen. Probeklausuren schreibst du, wann und wie oft du willst.
Alles für eine Prüfung in einem Kurs, oder Lernplan und Material auf getrennten Seiten
Bei Studyflash gehören Lernplan und Probeklausur zum selben Kurs wie alle Kartenstapel und Quellen für deine Prüfung, und du erreichst jedes davon von dort aus. Den Kurs benennst du selbst, etwa nach deinem Modul an der Universität Wien. Eine neue Vorlesung fügst du jederzeit hinzu.
Der Lernplan baut den Kurs Thema für Thema auf: zuerst ein Überblick mit Zusammenfassung, Mindmap und Podcast, dann die Karten und das Quiz jedes Themas, bis du es beherrschst. Wie er dich führt, richtet sich nach deinem Ziel, also Bestehen oder Bestnote. Er schlägt dir eine Reihenfolge der Themen vor, aber du musst ihr nicht folgen.
Max, der KI-Tutor von Studyflash, hat den ganzen Kurs gelesen, deshalb kannst du ihn zu jeder Vorlesung darin fragen.
Knowunity verkauft zwar auch einen Lernplan bis zum Prüfungstermin und ordnet Material nach Kursen, doch Lernplan und Probeklausuren lagen bei unserer Nutzung auf eigenen Seiten, ohne Verbindung untereinander oder zum Kursmaterial.
Wer welche App wählen sollte
Knowunity ist die bessere Wahl, wenn du als Schüler zu einem Thema keine eigenen Notizen hast und lesen willst, was andere Schüler dazu schon geteilt haben.
- Eigene Mitschriften oder Folien: Studyflash macht daraus einen vollen Kartenstapel, bei dem du Menge, Detailgrad und Kartentypen einstellst. Danach fragt dich Spaced Repetition jede Karte im passenden Abstand ab.
- Alte Klausuren: Studyflash baut dir Probeklausuren nach ihrem Muster.
- Eine Prüfung, alles an einem Ort: Studyflash legt Lernplan und Material mit der Probeklausur in einen Kurs.
- Fragen zum Stoff: Max, der KI-Tutor von Studyflash, kennt deinen Kurs und erstellt dir auf Wunsch Karten oder Zusammenfassungen. Mit der Zeit merkt er sich, wie du lernst.
So haben wir getestet
Maximilian S. aus dem Studyflash-Team hat beide Apps im September 2026 getestet. Er lud in beide dasselbe Material unverändert hoch: vier Vorlesungspräsentationen auf Masterniveau, zusammen 130 Folien voller Bilder und Diagramme, mit Formeln, Definitionen und Rechenbeispielen. Auf viele Folien hatte ein Student Notizen getippt. Wir haben geschaut, wie viele Karten jede App erstellt und ob du Anzahl und Art der Karten selbst wählen kannst. Außerdem prüften wir, ob aus einem Schaubild Karten mit verdeckten Teilen werden und ob sich eine alte Klausur als Vorlage für eine Probeklausur hochladen lässt.
Häufige Fragen zu Knowunity und Studyflash
Wenn du aus eigenen Mitschriften und Folien lernst, ja: In unserem Test vom September 2026 machte Studyflash aus den 130 Folien von vier Vorlesungen 258 Karten, Knowunity 15. Umfang, Detailgrad und Kartentypen bestimmst du bei Studyflash selbst.
Ja, die Grundfunktionen von Knowunity kosten nichts, doch im Chat der Gratis-Version läuft bezahlte Werbung, die erst Pro entfernt. Der Gratis-Plan von Studyflash ist werbefrei und gibt dir ein monatliches Kontingent für neues Lernmaterial; mit Premium generierst du unbegrenzt und bekommst Podcasts und Probeklausuren dazu.
Knowunity Pro kostet im Web 83,99 € im Jahr. Studyflash hat einen Gratis-Plan, und den Preis für Premium in deinem Land zeigt dir die App; auf der Preisseite siehst du, was die Pläne enthalten.
Eher nicht. Knowunity ist rund um Schulfächer gebaut: Bei der Anmeldung stehen nur Schulprüfungen zur Wahl, auch wenn die App Felder für Uni und Semester kennt. Studyflash ist für Schule und Studium gleichermaßen gemacht und fragt dich beim Start, ob du studierst, zur Schule gehst oder eine Ausbildung machst.
Solange du mit eigenen Unterlagen lernst, nein: Bei Knowunity konnten wir weder die Zahl der Karten noch ihren Typ wählen. Studyflash macht aus deinen Folien und Notizen einen vollen Kartenstapel nach deinen Einstellungen.
Nein. Knowunity gibt das Format seiner zeitlich begrenzten Probeklausuren selbst vor und bot in unserem Test keine Möglichkeit, dafür eigene alte Klausuren hochzuladen. Studyflash nimmt deine alten Klausuren als Vorlage und übernimmt Aufbau und Fragestil.