«Für den NC kann man nicht lernen», hörst du überall. Trotzdem lernen alle um dich herum für den EMS, mit Beispielaufgaben und Stoppuhr. Was davon bringt wirklich etwas? Hier findest du für jeden der neun Testteile (oft Untertests genannt), was du übst und wie.

Der EMS 2027 findet am Freitag, 9. Juli 2027, statt.1 Fristen und Anmeldung stehen in der Übersicht zum EMS.

Kurz zusammengefasst:

  • Medizinische und naturwissenschaftliche Fakten musst du nicht pauken, denn was du brauchst, steht in der Regel in der Aufgabe.2 Jeden Testteil übst du auf Zeit, mit den offiziellen Beispielaufgaben und mit früheren Tests, die es als Bücher gibt.
  • In den Multiple-Choice-Testteilen kreuzt du jede Antwort sofort auf dem Antwortbogen an, lässt nichts leer und überspringst, wo du hängen bleibst.
  • Figuren lernen und Fakten lernen übst du mit Bildern und Geschichten. Den Konzentrationstest machst du viermal, jedes Mal auf einem neuen Blatt. Wann du was übst und in welcher Reihenfolge, zeigt der EMS-Lernplan.

Die neun Untertests und deine Zeit für jeden

Der EMS prüft kein Wissen, sondern wie gut du logisch und räumlich denkst und dir Neues merkst.3 Acht Testteile haben je 18 Multiple-Choice-Aufgaben, dazu kommt der Konzentrationstest.2 So viel Zeit hast du:

TestteilDeine Zeit
Muster zuordnen2knapp 1 Minute pro Aufgabe
Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis22½ Minuten pro Aufgabe
Objekte im Raum2gut eine halbe Minute pro Aufgabe
Quantitative und formale Probleme22½ Minuten pro Aufgabe
Figuren lernen2, 4gut 13 Sekunden pro Figur zum Einprägen, 5 Minuten Abfrage
Fakten lernen2, 4rund 24 Sekunden pro Person zum Einprägen, 6 Minuten Abfrage
Textverständnis2, 415 Minuten pro Text
Diagramme und Tabellen22½ Minuten pro Aufgabe
Konzentrationstest28 Minuten für das ganze Blatt

Stand: Test-Info 2026; die Test-Info 2027 erscheint im Frühling.3

Zum Üben gibt es die Beispielaufgaben, einen gekürzten Test aus allen neun Testteilen mit Antwortbogen, Lösungen und Erklärungen.4 Dazu kommen die Originalversionen II (2016) und III (2019), frühere Tests, die als Bücher erschienen sind.2

Tipps für die EMS-Vorbereitung, die für alle Multiple-Choice-Testteile gelten

  1. Kreuz jede Antwort sofort auf dem Antwortbogen an. Gewertet wird nur der Antwortbogen, und wenn die Zeit eines Testteils um ist, kannst du nichts mehr aus dem Aufgabenheft übertragen.2 Kreuz darum auch beim Üben sofort an: bei den Beispielaufgaben auf ihrem Antwortbogen, bei den Originalversionen auf einem eigenen Blatt. Dann wird das zur Gewohnheit, und am Testtag gibt es nichts zu übertragen.
  2. Lass keine Aufgabe leer. Von den fünf Antworten ist eine richtig, und für eine falsche gibt es keinen Abzug.2 Streich, was sicher falsch ist, und wähl unter dem Rest. In der letzten Minute eines Testteils rätst du bei allem, was noch offen ist. Dann hast du bei jeder Aufgabe wenigstens die Chance auf einen Punkt.
  3. Arbeite der Reihe nach und überspring, wo du hängen bleibst. Innerhalb eines Testteils werden die Aufgaben schwerer, aber jede richtige Antwort gibt einen Punkt.2 Sitzt du an einer Aufgabe doppelt so lang, wie die Tabelle vorsieht, kreuz deinen besten Tipp an und geh weiter. Zurückblättern kannst du am Ende, aber nur im Testteil, der gerade läuft.2 Eine einzelne harte Nuss kostet dich dann nicht die Punkte der Aufgaben danach.

Muster zuordnen und Objekte im Raum: schnell und genau

Bei Muster zuordnen suchst du, welcher von fünf Ausschnitten in ein Muster passt.4 Im Testteil Objekte im Raum wird ein durchsichtiger Würfel mit Gegenständen darin zweimal nacheinander um 90 Grad gedreht oder gekippt, und du bestimmst, welche zwei Bewegungen zur gezeigten Ansicht führen.4

  1. Such bei Muster zuordnen die vier Ausschnitte, die nicht passen. Fehlt einem Ausschnitt ein Detail oder hat er eines zu viel, streichst du ihn. Das geht schneller, als bei jedem Ausschnitt zu prüfen, ob wirklich alles passt.
  2. Bau dir für Objekte im Raum einen Würfel aus Papier. Zeichne auf zwei oder drei Seiten je einen Punkt, der für einen Gegenstand steht. Spiel damit jede Kombination aus zwei Bewegungen nacheinander durch: nach links oder rechts drehen, nach oben oder unten kippen, auch zweimal dieselbe. In der Aufgabe prüfst du dann jede Antwort, indem du einen Gegenstand durch die zwei Bewegungen verfolgst, die sie nennt. Die einzigen offiziellen Aufgaben dazu sind die acht in den Beispielaufgaben, für die du 4 Minuten hast.4 In den Originalversionen fehlt dieser Testteil, denn es gibt ihn erst seit dem EMS 2025.2, 5 Für weitere Runden nennst du dir selbst zwei Bewegungen, sagst voraus, wo die Punkte landen, und prüfst es am Würfel. Nach ein paar Runden siehst du die Bewegungen auch ohne Würfel.

Grundverständnis, Textverständnis und Diagramme: Antworte nur aus der Aufgabe

Im Testteil Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis prüfst du, welche Aussagen aus einem kurzen Text zu einem medizinischen oder naturwissenschaftlichen Thema folgen.4 Im Textverständnis sind es drei Texte mit je sechs Fragen.4 Im Testteil Diagramme und Tabellen zählt nur, was die Abbildung und die Aufgabe hergeben, also antwortest du nie mit Schulwissen.4

  1. Markier sparsam und zeichne Ketten. Unterstreich in den Texten von Grundverständnis und Textverständnis nur die Fachbegriffe und die Verben, die sie verbinden, etwa «bewirkt», «hemmt» oder «fördert». Eine Kette von Wirkungen zeichnest du als kleine Skizze mit Pfeilen und Plus oder Minus. Jede Aussage prüfst du dann an der Skizze und musst den Text nicht noch einmal lesen.
  2. Gib im Textverständnis jedem Text 15 Minuten. Stopp pro Text die Zeit und probier beide Wege aus: Beim Text der Beispielaufgaben liest du zuerst den Text und dann die Fragen, bei einem Text aus Originalversion II umgekehrt. Originalversion III hebst du dir für einen ganzen Test am Stück auf. Behalte den Weg, mit dem du in 15 Minuten mehr Fragen richtig hast. Am Testtag hast du dann ein festes Vorgehen und kennst dein Tempo.

Quantitative und formale Probleme ohne Taschenrechner

Hier rechnest du ohne Taschenrechner mit Zahlen, Einheiten und Formeln aus Medizin und Naturwissenschaften.4, 2 Du brauchst die Grundrechenarten, den Dreisatz, Potenzen, einfache Gleichungen und das Umrechnen von Einheiten, aber nie Differential- oder Integralrechnung.4

  1. Üb Einheiten und Potenzen mit Karteikarten, bis sie automatisch sitzen. Schreib Umrechnungen und Potenzregeln auf die Karten, etwa 1 l = 1'000 ml oder 10² · 10³ = 10⁵. Dreimal pro Woche rechnest du zehn Minuten im Kopf und gehst in dieser Zeit auch die Karten durch. Die Rechenaufgaben aus den Beispielaufgaben und aus Originalversion II löst du von Hand und gibst dir dabei 2½ Minuten pro Aufgabe. So frisst das Rechnen nicht mehr die Zeit, die du für den Lösungsweg brauchst.
  2. Schreib jeden Zwischenschritt auf. Zerleg die Textaufgabe in ihre Schritte und notier jedes Zwischenergebnis im Aufgabenheft, denn dort sind Notizen erlaubt.2 So siehst du einen Fehler sofort, musst nicht von vorn beginnen und machst unter Zeitdruck weniger Flüchtigkeitsfehler.

Figuren lernen und Fakten lernen ohne Notizen

Am Ende des ersten Aufgabenhefts prägst du dir ohne Notizen 4 Minuten lang Figuren und 6 Minuten lang Fakten ein.2 Dann folgen 45 Minuten Textverständnis, und erst danach kommt die Abfrage.2 Bei den 18 Figuren ist je ein Teil geschwärzt, und später wirst du gefragt, welcher.4 Bei den Fakten geht es um 15 Patientinnen und Patienten, je mit Name, Altersgruppe, Beruf, Geschlecht, einem weiteren Merkmal und einer Diagnose.4

  1. Gib jeder Figur eine Bedeutung. Überleg dir, welches konkrete Ding du in der Figur mitsamt dem schwarzen Teil siehst, je seltsamer, desto besser. Fällt dir in ein paar Sekunden nichts ein, merk dir wenigstens, wo der schwarze Teil sitzt, etwa oben links. So erinnerst du dich in der Abfrage an ein Bild statt an eine Form.
  2. Mach aus jeder Person eine kurze Geschichte. Pack Name, Beruf und Diagnose in eine übertriebene Szene und gruppier Personen, die etwas gemeinsam haben, etwa dieselbe Altersgruppe. Das wirkt: In einem Versuch behielten Leute, die Wortlisten zu einer selbst erfundenen Geschichte verbanden, deutlich mehr Wörter als Leute ohne Geschichte.6 Üb beides dann mit Originalversion II wie am Testtag: Präg dir erst die Figuren und dann die Fakten ein, arbeite 45 Minuten an einem anderen Testteil, mach danach beide Abfragen und schau bei jedem Fehler nach, woran es lag. So weisst du, ob deine Bilder fast eine Stunde halten.

Wie übst du den Konzentrationstest?

Im Konzentrationstest markierst du 8 Minuten lang Zeichen nach einer Regel, die jedes Jahr wechselt, und kaum jemand schafft das ganze Blatt.2 Bis zu deiner letzten Markierung zählt jedes Zeichen gegen dich, das du falsch markierst oder auslässt.2

  1. Arbeite jede Zeile zu Ende und radier nicht. Markier mit einem schwarzen oder blauen Filzstift statt mit Bleistift und lass eine falsche Markierung stehen, denn Radieren kostet mehr Zeit, als es bringt.4 Weil du jede Zeile fertig machst, bleibt hinter dir keine Lücke.
  2. Üb ihn viermal, jedes Mal mit einem neuen Blatt. Dafür gibt es das Blatt in den Beispielaufgaben und gratis sechs weitere Konzentrationstests aus früheren Jahren.4, 7 Die Beispielaufgaben raten davon ab, dasselbe Blatt zu oft zu üben, weil sich sonst seine Regel festsetzt und die Umstellung auf die echte schwerer fällt.4 Nach diesen Durchgängen kennst du die 8 Minuten, und am Testtag stellst du dich einfach ein weiteres Mal auf eine neue Regel ein.

Wo Studyflash bei der EMS-Vorbereitung hilft

Für die EMS-Vorbereitung hilft dir Studyflash bei den Mathe-Grundlagen. Lad deine Notizen und Arbeitsblätter zu Einheiten, Potenzen und Dreisatz aus Mathe und Physik hoch. Fotos davon gehen auch. Studyflash macht daraus Karteikarten, die wiederkommen, bis sie sitzen.

Daneben läuft die Matura. Leg für jedes Maturafach einen Studyflash-Kurs mit dem Prüfungsdatum an: Sein Lernplan schlägt dir vor, in welcher Reihenfolge du die Themen bis zur Prüfung lernst, und zählt die Tage herunter. Lädst du alte Maturaprüfungen deiner Kanti hoch, erstellt dir Studyflash mit Premium Probeklausuren im gleichen Aufbau.

Häufige Fragen

Nicht im Sinn von Pauken: Medizinische oder naturwissenschaftliche Fakten auswendig zu lernen, ist nutzlos.2 Die Testentwickler schreiben auch, dass die gemessenen Fähigkeiten über Jahre wachsen und eine kurze Vorbereitung das Ergebnis kaum spürbar hebt.2 Üben bringt dir trotzdem etwas: Du kennst dann Anleitung, Tempo und Antwortbogen jedes Testteils und verlierst am Testtag keine Zeit, dich zurechtzufinden.

Kaum: Die Aufgaben geben dir in der Regel alles mit, was du zum Lösen brauchst, aber es hilft, wenn dir die Fachsprache von Bio, Chemie, Physik und Mathe vertraut ist.2 Für Mathe genügen die Grundrechenarten, einfache Gleichungen, Potenzen, der Dreisatz und das Umrechnen von Einheiten.4

Bei einzelnen Fragen schon: Eine KI kann dir einen Rechenschritt oder einen Fachbegriff erklären. Die Testteile übst du aber mit dem offiziellen Material, denn erfundene Aufgaben treffen das Format oft nicht. Termine und Regeln holst du bei swissuniversities, nie bei einer KI.

Ja, bei den Mathe-Grundlagen und bei der Matura nebenher. Aus deinen Notizen zu Einheiten und Potenzen erstellt Studyflash Karteikarten, und jede kommt wieder, bis du sie kannst. Für die Matura legst du pro Fach einen Studyflash-Kurs mit Prüfungsdatum an. Sein Lernplan schlägt dir vor, in welcher Reihenfolge du die Themen lernst, und zählt die Tage bis zur Prüfung herunter. Die Testteile des EMS übst du mit dem offiziellen Material.

Quellen

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